Kommentar

Druck erhöht

Jürgen Berger zur Reform der Fußball-Regionalliga

Die Botschaft der DFB-Spitze an die zerstrittenen Protagonisten ist klar: Es müssen endlich sinnvolle Vorschläge zur Aufstiegsregelung in die Dritte Liga her, die auch mehrheitsfähig sind – ansonsten droht beim Bundestag 2019 eine Entscheidung von oben herab.

Ohne die Erhöhung des Drucks auf die Regionalverbände Nord und Nordost sowie den Landesverband Bayern scheint ein dringend notwendiger Kompromiss bei diesem emotionalen Dauerthema offensichtlich immer noch nicht möglich.

Bisher scheiterte eine tragfähige Lösung stets am Unwillen dieses Trios, eine Aufteilung ihrer drei Regionalligen in zwei Staffeln mit zwei fixen Aufsteigern zu akzeptieren. Viel zu lange wurde herumlaviert, die eigene Unabhängigkeit über das große Ganze gestellt.

An kreativen Gedankenspielen mangelt es nicht – eine Aufstiegsrunde wurde vorgeschlagen, sogar eine zweigleisige Dritte Liga ins Gespräch gebracht. Zufrieden mit der aktuellen Konstellation ist schließlich niemand. Jetzt hilft nur, über den eigenen Schatten zu springen. Wenn alle Seiten aufeinander zugehen, kann das Ziel bei diesem für den Unterbau des Profibereichs so wichtigen Thema erreicht werden – eine Einigung ist längst überfällig und ein erneutes Scheitern der Basis nicht länger vermittelbar.