Kommentar

Ein Turm reicht nicht

Peter W. Ragge zur Buga-Information am Aubuckel

Der Aussichtsturm am Aubuckel ist neu gestrichen – schön. Die neue Optik war sicher sinnvoll, ja überfällig, denn attraktiv sahen diese aufeinandergestapelten Betonröhren schon lange nicht mehr aus.

Dabei lohnt es sich wirklich, die Stufen emporzuklettern. Man sieht bei gutem Wetter vom Odenwald bis zur Haardt und vom Vogelstangsee über die Au bis zum Neckarufer, wie herrlich grün Mannheim ist. Nur auf Spinelli selbst entdeckt man leider noch nicht so viel außer Schutt und Erdhaufen. Dabei soll hier in weniger als drei Jahren eine Bundesgartenschau sein!

Doch davon ist leider nicht viel zu sehen. Um wirklich Vorfreude zu erzeugen, ja Begeisterung zu wecken, müssen nicht nur schnell deutlich sichtbarere Arbeiten beginnen. Der Wandel der einstigen Kasernenfläche muss für die Bürger erlebbarer werden. Da reicht kein einsamer Aussichtsturm. Aber wer derzeit als Spaziergänger die alten Spinelli-Barracks umrundet, steht fast überall vor einem blickdichten Zaun, weil die Amerikaner ihn mit Tarnnetzen versehen haben. Da es nichts mehr zu tarnen gibt, sollte man die schnell entfernen und Blicke freigeben darauf, wie wichtig es ist, dass sich das Areal wandelt. Ein zweiter, richtiger Schritt wäre, wie schon im Februar von den Grünen beantragt, die alte Straßenverbindung zwischen Feudenheim und Käfertal („Kastanienallee“) zumindest für Radfahrer und Fußgänger zu öffnen.

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