Kommentar

Eindeutige Konzepte

Alexander Jungert zur Strategie der Metropolregion

Viele Bürger wissen zwar, dass die Flughäfen Mannheim und Speyer eine Zusammenarbeit ausloten. Sie haben auch schon von Spitzenclustern gehört, also der Vernetzung von Unternehmen, Hochschulen und Forschungsinstituten. Nur die wenigsten aber bringen diese wichtigen Errungenschaften mit der Metropolregion Rhein-Neckar – vertreten durch Verein, Verband und GmbH – in Verbindung. An der Außendarstellung hapert es noch.

Das liegt etwa daran, dass viele Vorhaben zunächst abstrakt klingen. So reichen auch drei Schlüsselwörter – Fortschritt, Engagement und Wohlfühlen – nicht aus. Sie müssen gelebt werden, und zwar von der Metropolregion und den hier lebenden Bürgern. Eindeutige Konzepte sind gefragt.

Eine ihrer Stärken könnte die Metropolregion jetzt ausspielen: Als Verbindungsglied könnte sie alle Beteiligten des Großprojekts Ludwigshafener Hochstraßen an einen Tisch bringen und mit einer Stimme sprechen lassen. Dass Rhein-Neckar in ein paar Jahren Modellregion für Wasserstoffantriebe werden könnte – wie es in der Strategie 2025 heißt –, ist zwar schön und gut. Aber Bürger und Unternehmen sind erst einmal daran interessiert, dass sie von einem Verkehrschaos verschont bleiben. Zumindest ein konkretes Beispiel für „Wohlfühlen“ wäre damit schon geschafft.