Kommentar

Eine Chance verdient

Alexander Müller zur FCK-Verpflichtung Sascha Hildmann

In den sozialen Netzwerken blitzt er manchmal noch durch, der alte Dünkel eines viermaligen deutschen Meisters. Es sind schon einige FCK-Fans, die auf Twitter, Facebook & Co. ihre Vorbehalte gegen den neuen Lauterer Trainer Sascha Hildmann äußern. Doch die Skeptiker im Lager der Roten Teufel verkennen die Realität: Der Fritz-Walter-Club ist im Niemandsland der 3. Liga angekommen und zumindest zurzeit keine große Nummer mehr im deutschen Fußball. Namhafte Trainer machen mittlerweile lieber einen Bogen um den Schleudersitz auf dem Betzenberg. Der FCK kann deshalb froh sein, in Hildmann eine Lösung gefunden zu haben, die in der prekären aktuellen Situation sogar noch einen gewissen Charme ausstrahlt.

Der 46-Jährige ist in der Stadt geboren und hat für die Pfälzer in der Regionalliga gekickt. Damit hat er schon einmal einen entscheidenden Vorteil gegenüber den ebenfalls angefragten Kenan Kocak und Lukas Kwasniok, deren Karriere jeweils eng mit den beiden Lauterer Erzrivalen SV Waldhof und Karlsruher SC verbunden ist – er muss beim unnachsichtigen Publikum auf dem Betzenberg nicht erst noch um grundsätzliche Akzeptanz kämpfen.

Außerdem kennt Hildmann die 3. Liga aus seiner Zeit in Großaspach in- und auswendig – und ließ dort in der vergangenen Saison einen mehr als passablen Fußball spielen. Eine Chance hat der neue Mann deshalb auf jeden Fall verdient. Und seien wir ehrlich: Nach dem blamablen 0:5 in Unterhaching kann es beim FCK ohnehin nur besser werden.

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