Kommentar

Eine gute Idee!

Matthias Kros über nötige Verkehrskonzepte

Die Entwicklung eines tragfähigen, integrierten Verkehrskonzeptes ist derzeit die vielleicht drängendste Aufgabe in der Region. Schon an normalen Tagen hat man das Gefühl, dass insbesondere im Straßenverkehr die Kapazitätsgrenze erreicht ist. Kommen nun noch Bauprojekte wie die Sanierung der Salierbrücke in Speyer oder der Abriss der Hochstraße Nord in Ludwigshafen hinzu, droht ein Kollaps.

Bei der Bewältigung dieser Probleme sind natürlich in erster Linie die Kommunen gefragt, wobei wohl niemand die Notwenigkeit der einzelnen Baumaßnahmen bezweifeln wird. Die einzelnen Projekte müssen aber so gut es geht entzerrt und durch ein verdichtetes ÖPNV-Angebot begleitet werden.

Weil von den drohenden Staus aber vor allem Berufspendler betroffen sein werden, ist es nur logisch, dass sich auch Unternehmen an Lösungen beteiligen. Die Überlegung der SAP, Shuttlebusse zwischen Speyer und Walldorf anzubieten, ist deshalb genau richtig: Sie hilft nicht nur den Mitarbeitern, sondern ist gleichzeitig ein Beitrag, um die Situation auf der Straße insgesamt zu entspannen.

Im Hinblick auf den Abriss der Hochstraße in Ludwigshafen, der wesentlich mehr Pendler treffen wird als die Brückensanierung in Speyer, sind allerdings noch mehr Ideen gefragt. Das kann beispielsweise ein Ausbau von Homeoffice-Arbeitsplätzen sein, die ein Pendeln unnötig machen. Oder eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit, die hilft, Pendlerströme zu entzerren. Es gibt keine Zeit mehr zu verlieren.

 
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