Kommentar

Einen Versuch wert

Archivartikel

Matthias Kros über die geplante Bahnstrecke

Die Deutsche Bahn will mit ihren Planungen für die Neubaustrecke Rhein-Main/Rhein-Neckar endlich vorankommen. Das ist angesichts der heute schon bestehenden Engpässe auf den vorhandenen Strecken auch durchaus verständlich und letztlich im Sinne der Region.

Allerdings darf es sich der Staatskonzern auch nicht zu einfach machen. Das Projekt in Mannheims Norden enden zu lassen und erst in einem zweiten Schritt zu schauen, wie die Züge dann durch das Stadtgebiet geführt werden sollen, ist jedenfalls so nicht akzeptabel. Die Region sorgt sich zu Recht davor, dass dabei Vorfestlegungen getroffen werden, die bestimmte Lösungen für Mannheim erschweren oder sogar verbauen. Zu denken ist dabei etwa an eine Umfahrungstrasse für das Stadtgebiet, die angesichts der rund 200 Güterzüge, die künftig täglich über die Neubaustrecke rollen sollen, durchaus überlegenswert ist.

Ob der jetzt von der Bahn ins Spiel gebrachte Koordinierungsrat eine Lösung dabei sein kann, wird sich zeigen müssen. Schon jetzt ist klar, dass sich Bahn und Region unterschiedliche Kompetenzen für dieses Gremium vorstellen. Auf jeden Fall ist es einen Versuch wert. Denn ohne einen Konsens geht mit Sicherheit nichts voran.

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