Kommentar

Einfache Regeln müssen her

Rolf Obertreis über den Tausch alter Ölheizungen

Schlecht gedämmte Wohnhäuser mit undichten Fenstern und veraltete Öl-Heizungen sind Ursachen für zu hohen Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2). Abhilfe tut not. Vor allem bei Heizungen bewegt sich offenbar zu wenig. 75 Prozent der Öl- Heizungen sind 20 Jahre und älter. Sie entsprechen damit längst nicht mehr dem Stand der Technik, ein Austausch wäre mehr als angebracht. Doch der erfolgt viel zu zögerlich. Das kann man Haus- und Wohnungsbesitzern vorhalten. Die Erneuerung kostet schnell einen fünfstelligen Betrag.

Das kann sich nicht jeder leisten. Und einfach ist der Austausch auch nicht immer, weil alte und neue Komponenten des Heizungssystems aufeinander abgestimmt werden müssen – sonst stellt sich der Einspareffekt nicht ein.

Gut ist, dass der Austausch einer alten Heizung gefördert wird. Schlecht ist: Offensichtlich sind die Regeln zu kompliziert und mit zu viel Bürokratie verbunden, zumal es verschiedene Töpfe gibt – auf Bundes- und auf Länderebene. Selbst Experten blicken oft nicht durch. Unbürokratische, möglichst einfache Regularien müssen her, verbunden mit Anträgen, die auch ein Laie ausfüllen kann. Das würde die Austauschbereitschaft fördern – und dem Klima helfen.

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