Kommentar

Einiges nachzujustieren

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Jan Kotulla zieht eine erste Bilanz der neuen DTM-Saison

Regenschlacht, Boxenstopp-Poker, enge Duelle im Kampf um jede Position. Die ersten beiden Saisonrennen der DTM haben gezeigt, dass die Fans mit weiteren packenden Läufen rechnen können. Jeder der drei Hersteller – auch Novize Aston Martin – ist in der Lage, die Konkurrenz zu düpieren.

Da sind Vollblut-Motorsportler am Start, die sich nichts schenken, ans Limit gehen, aber nach den Rennen fair und kollegial miteinander umgehen. Star-Allüren? Fehlanzeige. Nur im äußersten Notfall wird ein Autogramm verwehrt, wenn ein offizieller Termin drängt. Ansonsten sind hier Profis zum Anfassen unterwegs.

Jetzt müssen es die DTM-Verantwortlichen nur noch schaffen, den Bekanntheitsgrad ihrer Sympathieträger zu erhöhen. Über den Winter sind die Piloten gefühlt vom Erdboden verschluckt. Lediglich Timo Glock ist zumindest ein paar Wochen früher als Experte bei den Formel-1-Rennen präsent. Doch das reicht nicht aus.

Trotz aller Qualität fehlt es an prominenten Namen. Auch Frauen sind seit Susie Wolff (2015) nicht mehr dabei. Die neue W Series im Rahmenprogramm ist immerhin ein erster Schritt, dieses Manko zu beheben.

Zum Glück beeinflussen die Organisatoren das Wetter nicht, auch wenn die einstelligen Temperaturen und der Regen mit Sicherheit eine bessere Besucherbilanz verhagelt haben. Doch ob es sinnvoll ist, zeitgleich zum Maimarkt und in der Woche des Tags der Arbeit die Rennen zu starten, darf schon einmal gefragt werden. Im September kollidieren ADAC GT Masters in Hockenheim und die DTM auf dem Nürburgring. So nimmt sich gegenseitig Zuschauer weg.

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