Kommentar

Elektrischer Stotterstart

Peter Reinhardt zur Diskussion um die E-Mobilität

Elektroautos zeichnen sich durch eine besonders kraftvolle Beschleunigung aus. Von der Mobilitätspolitik lässt sich das sicher nicht behaupten. Im Gegenteil: Die Bundesregierung kommt bei den E-Autos nicht in die Gänge. Da wird ein Masterplan für die Ladeinfrastruktur beim „Autogipfel“ diskutiert, und mit der EnBW fehlt der Energiekonzern am Tisch, der mit Stromtankstellen am meisten Erfahrung gesammelt hat. Die Autogipfel der Bundesregierung kommen bisher über Diskussionsrunden nur wenig hinaus. Und die Praktiker beklagen gleichzeitig Vorgaben, die sich nicht umsetzen lassen.

Dagegen gibt sich die grün-geführte baden-württembergische Landesregierung besonders subventionsfreudig. Nicht weniger als zehn Förderprogramme laufen derzeit parallel, um die Verkehrswende voranzubringen. Nur langsam zahlt sich das im Sinne der Erfinder aus. Inzwischen wird immerhin jedes fünfte deutsche Elektroauto in Baden-Württemberg zugelassen. Mit dem flächendeckenden Ladenetz immerhin hat man ein wegweisendes Modellprojekt auf die Straße gebracht. Solche Stromtankstellen rechnen sich in ländlichen Gegenden auf absehbare Zeit nicht. Trotzdem sind sie als Grundsicherung für die Autofahrer notwendig. Die Zulassungszahlen wird das aber kaum nach oben bringen.

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