Kommentar

Enormer Fortschritt

Anke Philipp über Problemimmobilien in den Stadtteilen

 

Es ist eine Erfolgsgeschichte: Seit Jahren kontrolliert die Stadt sogenannte Problemimmobilien in den Stadtteilen. Das sind meist heruntergekommene Häuser, vor allem im Jungbusch oder der Neckarstadt, in dem Armutsmigranten aus Osteuropa in erbärmlichen Verhältnissen leben. Knapp 138 solcher Gebäude zählte die Stadt 2013. Nun stehen noch 15 auf der Liste – ein enormer Fortschritt und ein Ergebnis von fünf Jahren konsequentem Einsatz im Kampf gegen Matrazenlager, Ausbeutung und Kriminalität.

Da zeigt sich, dass sich das gemeinsame und abgestimmte Handeln aller betroffenen Verantwortlichen in der Stadt mittels Arbeitskreis und rundem Tisch bewährt hat. Eine ressortübergreifende Erfolgsgeschichte, die im Übrigen die städtische Wohnungsbaugesellschaft GBG einschließt, die immer wieder Problemimmobilien aufgekauft und saniert hat.

Das aktuelle Beispiel aus der Neckarstadt zeigt aber auch, dass Schwierigkeiten nach wie vor existieren, die Stadt gut daran tut, in ihrem Bemühen um sichere (Wohn-)Verhältnisse in den Stadtteilen nicht nachzulassen.