Kommentar

Erfolgskontrolle bitte!

Archivartikel

Konstantin Groß zum Streit über die Buslinie 43 in Seckenheim

Die Veranstaltung der Seckenheimer CDU zu den aktuellen Themen vor Ort war eine gute Sache. Zwar hat sie keine Lösung dieser Probleme bringen können, und das war auch nicht zu erwarten; aber sie hat den Bürgern vor allem in der Frage der neuen Buslinie endlich ein Podium geboten, auf dem sie öffentlich und direkt vor den kommunalpolitischen Mandatsträgern ihre Kritik artikulieren konnten. Diese Gelegenheit hat seit Einführung der neu-en Linie am 11. Juni leider gefehlt.

Insofern hat die CDU-Veranstaltung eine Funktion erfüllt, die eher Stadtverwaltung oder RNV mit eigenen öffentlichen Info-Veranstaltungen hätten wahrnehmen müssen. Zwar hatte die RNV im Vorfeld auf den Bezirksbeiratssitzungen der beiden betroffenen Stadtteile Seckenheim und Friedrichsfeld die anstehenden Änderungen erläutert – und zwar so ausführlich und detailliert, dass dies von manchen Teilnehmern sogar kritisiert worden war. Niemand, weder Bürger noch Bezirksbeiräte, können daher heute sagen, sie seien von der veränderten Linienführung völlig überrascht worden.

Was sagen die Nutzer?

Doch in den fünf Wochen seither hat eine solche Gelegenheit leider gefehlt. Dabei wäre es auch und gerade nach Einführung der neuen Linienführung notwendig gewesen, erste Erfahrungen, Ängste und Kritik der Bürger zu hören, zu diskutieren und im Sinne einer „Erfolgskontrolle“ vielleicht sogar auf diese reagieren zu können.

„Bürger“ bedeutet dabei allerdings nicht nur Anwohner der Straßen, die von der neuen Linie durchfahren werden, sondern auch Nutzer des neuen Linien-Angebotes. Was meinen die denn dazu? Sind sie, für die dies alles gemacht wurde, jetzt zufrieden?

Insofern ist es nötig, dass die RNV nochmals auf die Bürger zu-geht – mit einer öffentlichen Veranstaltung, bei der alles auf den Tisch kommt. Nicht jedes Problem wird gelöst, manche Frage aber geklärt werden können.