Kommentar

Erster Schritt

Archivartikel

Jürgen Berger zur Zukunft des Albert-Schweitzer-Turniers

Dass die inoffizielle Junioren-Weltmeisterschaft bis 2030 weiter in Mannheim und Viernheim stattfinden wird, ist eine überaus positive Nachricht für den Basketball-Sport in der Region. Doch die vorzeitige Verlängerung der Zusammenarbeit darf nur der erste wichtige Schritt für die Organisatoren gewesen sein. Das Albert-Schweitzer-Turnier braucht mittelfristig neue Impulse, um sein international hohes Ansehen zu bewahren.

Dazu ist eine mutige Denk- und Herangehensweise nötig, die auch neue Geldgeber anlockt. Eine Aufstockung der Teilnehmerzahl, die nicht gleichzeitig die sportliche Qualität mindert, wäre eine Möglichkeit. Aber vor allem eine Einbeziehung der neuen Heidelberger Großsporthalle oder der SAP Arena zumindest für künftige Finaltage würde die Veranstaltung, deren Zuschauerzahl bei der letzten Ausgabe leicht gesunken ist, beleben – und ein neues Publikum erschließen.

Seit dem Ausstieg der US Army 2010 und dem damit verbundenen Verlust der US Sports Arena in Käfertal als Spielstätte gibt es diese Baustelle.

DBB-Präsident Ingo Weiss hat solche Planspiele in der Vergangenheit immer wieder als Visionen für die Zukunft geäußert, umgesetzt wurde bisher allerdings nichts.

Dabei war die Ausgangslage, die Bühne für die Stars von morgen zu vergrößern, selten besser. Die deutschen Korbjäger-Talente befinden sich durch eine gezielte Nachwuchsförderung in den vergangenen zehn Jahren auf einem stabilen Höhenflug. Das haben nicht zuletzt die ersten Triumphe bei den Albert-Schweitzer-Turnieren 2016 und 2018 untermauert.