Kommentar

Erstes Aufatmen

Stefan Proetel über die Festnahme einer Tatverdächtigen

An einer Straßenecke in Alt-Neckarau sind die Spuren eines Autobrandes vom September 2017 noch zu sehen: Geschmolzenes Plastik hat sich hier großflächig über den Gehweg verteilt – ein noch immer deutliches Zeichen und eine Warnung dafür, wie präsent die Gefahr ist, vielleicht: war. Denn der Polizei ist nun möglicherweise ein großer Erfolg gelungen. Es spricht einiges dafür, dass die gefährliche Serie brennender Autos mit der Festnahme einer tatverdächtigen Frau nun vorüber sein könnte. Vielleicht hat sich am frühen Donnerstagmorgen ja ausgezahlt, was die Beamten in kleinteiliger Ermittlungsarbeit geleistet haben. Natürlich war es richtig, dass die Polizei im Stadtteil zu allen Tages- und Nachtzeiten präsent war, um Personen und Fahrzeuge zu kontrollieren. Ein Selbstläufer war die Festnahme dennoch nicht, eher Ergebnis von Hartnäckigkeit und großer Ausdauer.

Noch muss man vorsichtig sein. Ein erstes Aufatmen: ja, das ist nach der Festnahme erlaubt. Vollständige Entwarnung: nein, die kann es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geben. Genau das jedoch wäre vor allem den Menschen in Alt-Neckarau schnellstmöglich zu wünschen.

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