Kommentar

Es kommt noch schlimmer

Archivartikel

Thorsten Langscheid über die Folgen der Hochstraßen-Sperrung

Noch sind Sommerferien in Baden-Württemberg, viele Pendler sind noch in Urlaub oder lassen ihr Auto stehen und fahren bei dem schönen Augustwetter mit dem Rad zur Arbeit. Der Mega-Stau rund um die Rheinbrücken ist auf Mannheimer Seite bislang ausgeblieben, obwohl die Folgen der Sperrung schon deutlich spürbar sind: Wo der Berufsverkehr sonst zäh fließt, herrscht jetzt praktisch Stillstand. Selbst nach 19 Uhr kann der kurze Trip vom Lindenhof nach Ludwigshafen mit dem Auto 15 Minuten und länger dauern. Die Verkehrslage ist also zurzeit schon mindestens „mittelschlimm“.

Aber der September naht, und mit ihm herbstlicheres Wetter, die Rückkehr der Urlauber. Deswegen ist ganz klar: Da kommt noch etwas auf uns zu. An der Südtangente, in der Bismarckstraße und am Ring. Dass alle Appelle, auf Bus und Bahn umzusteigen, nicht viel Entlastung bringen können, weiß jeder, der zu den Stoßzeiten im öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist. S-Bahnen, Straßenbahnen und Busse sind bis an die Kapazitätsgrenzen ausgelastet, mehr geht kaum.

Für den Stadtverkehr in Mannheim ist der Wegfall einer der wichtigsten Stadtein- und -ausgänge schlimm. Und es steht leider zu befürchten, dass es noch schlimmer kommt.