Kommentar

Es muss schnell gehen

Archivartikel

Stefan Proetel zur Bewältigung des Verkehrschaos

Hupende und wild schimpfende Autofahrer, lange Staus in der gesamten Innenstadt, ein Parkhaus, aus dem eine Stunde lang niemand mehr herausfahren kann: So etwas ist die denkbar schlechteste Visitenkarte für eine Stadt, die sich gerne und zu Recht Einkaufsstadt nennt. Das Ganze noch am kundenstärksten Einkaufstag – das ist mächtig mies für das eigentlich sehr gute Image. Um den Handel weiter zu stärken im Kampf gegen die große Online-Konkurrenz und um als Stadt zukunftsfähig zu bleiben, wurden gerade erst Millionen in den Plankenumbau investiert. Und jetzt das. Immerhin: Das Rathaus reagiert und zieht die Notbremse. Das ist erfreulich. Klar ist: Weil die Zeit drängt und die nächste Sperrung der Schumacher-Brücke in Richtung Pfalz schon in drei Tagen wieder beginnt, muss es jetzt tatsächlich schnell gehen. Die Umstände mit der gesperrten Hochstraße Süd und der wohl nicht verschiebbaren Sanierung der Schumacher-Brücke sind dramatisch. Umso mehr müssen nun kreative Lösungen her. Die Stadt arbeitet an solchen. Die Besucher und Bürger Mannheims sollten aber auch mithelfen – und so häufig wie möglich das Auto stehenlassen und auf Bus, Bahn, Rad oder Roller umsteigen. Das schont die Nerven. Und die Autohupe.

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