Kommentar

Es wird höchste Zeit

Archivartikel

Stefan Proetel zum Baustellenmanagement der Stadt

Die Bürger im Mannheimer Norden und mit ihnen tausende Pendler sind nicht zu beneiden. Für sie ist Stau ein Dauerzustand geworden. Stau am Morgen auf dem Weg zur Arbeit, Stau am Mittag und Stau am Abend zurück in den Feierabend. Wer auf Busse ausweicht: steht ebenso. Die Situation ist unerträglich, weil sie mit einem normalen, geregelten Tagesablauf nicht vereinbar ist. Natürlich: Viele Straßen, Brücken, Tunnel sind längst in die Jahre gekommen, so auch die jetzt betroffene B 44. Vorübergehend helfen kleinere Reparaturen, aber irgendwann müssen große Bagger anrollen. Das nervt, ist aber unerlässlich. Keiner will auf Straßen unterwegs sein, deren Benutzung lebensgefährlich sein kann.

Der Punkt ist ein anderer: Mannheim hat zwar ein Baustellenmanagement. Es ist aber mit einer Person besetzt und im wesentlichen nur für die Innenstadt zuständig. Das ist unerklärlich, denn als Magnet-Metropole – so versteht sich die Stadt – muss die Organisation von Baustellen stadtweit funktionieren. Und nicht nur das: Die regionalen Herausforderungen kommen ja erst noch – Stichwort: Hochstraßen. Es wird also höchste Zeit, dass sich Mannheim hier wesentlich besser aufstellt – und auch die Metropolregion sowie die drei Bundesländer an einem Strang ziehen. Wer über diese Forderung meckert, setzt sich ins Auto und fährt im Berufsverkehr durch das Nadelöhr B 44. Viel Spaß dabei.

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