Kommentar

Etwas Großes entsteht

Steffen Mack über den neuen Campus für Medizintechnologie

Es ist ein bisschen wie mit dem Strandtourismus. Ebnet man eine große Sandfläche und legt sich mit dem Handtuch darauf, kommen bald andere hinzu. Anfangs hilft man ihnen bei Bedarf noch mit etwas Sonnencreme aus. Und spätestens, wenn ein Getränkestand öffnet, füllt sich der Platz im Handumdrehen.

Auf einen ähnlichen Effekt setzt die Stadt nun mit ihrem Cubex One. Dafür gibt sie rund 16 Millionen Euro aus, damit drumherum ein riesiger Medizintechnologie-Campus entsteht. Das ist gut angelegtes Geld, wie die sehr viel höheren Investitionen der L-Bank und mittelfristig auch des Landes in diesem Bereich zeigen. Die Gesundheitswirtschaft ist ein blühendes Feld. Hier Unternehmen anzulocken und Arbeitsplätze anzusiedeln scheint sehr aussichtsreich.

Zumal Mannheim mit der Nähe zur Praxis punkten kann, dem angrenzenden Klinikum. Dieses wird mit dem Konzept der „Neuen Mitte“ in den nächsten Jahren ebenfalls zur Baustelle. Mitten in Mannheim entsteht hier etwas wirklich Großes.

Diese Nähe bedeutet aber auch eine Gefahr. Negativschlagzeilen von der anderen Straßenseite sind der Entwicklung des Medizintechnologie-Campus nicht förderlich. Um im anfänglichen Sprachbild zu bleiben: Schlagen heftige Wellen auf den Strand, legt sich dort niemand in die Sonne. Gut, dass sich mit den neuen Geschäftsführern im Klinikum die Wogen geglättet haben.

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