Kommentar

Exzellente Vorarbeit

Archivartikel

Bertram Bähr zum Engagement der Montessori-Eltern

Sie legen sich seit eineinhalb Jahren ins Zeug, holen Fachleute ins Boot, informieren sich und andere über Details der Montessori-Pädagogik, organisieren Filmabende, schauen sich Praxisbeispiele an – und versuchen intensiv, ins Gespräch mit den Entscheidungsträgern zu kommen: Die Eltern, die für ganz Mannheim eine Grundschule nach den Prinzipien der Montessori-Pädagogik ins Leben rufen wollen, leisten neben Beruf und Kindererziehung ganze Arbeit. Nun sind ihre Hoffnungen, mit einer Montessori-Grundschule im Spätsommer auf Franklin starten zu können, zerstoben.

Zwar gibt es auf allen Seiten großes Interesse. Die Stadt äußert Sympathien. Die meisten Politiker sehen die Chance, Mannheim mit einem innovativen Bildungsmodell ins Gespräch zu bringen. Und das Schulamt nimmt in die Stellenausschreibungen zumindest den Wunsch mit auf, dass Montessori-Elemente umgesetzt werden sollten. Dennoch: Es fehlt die letzte Konsequenz, eine Grundschule nach den Prinzipien der berühmten italienischen Pädagogin zu betreiben – weil die rechtlichen Regularien einen komplizierten, langwierigen Weg bis zu einer möglichen Umsetzung vorsehen.

Klar, dass die Elterninitiative jetzt bitter enttäuscht ist. Trotz allem Ärger ist sie aber entschlossen, nicht locker zu lassen. Daran tut sie gut. Die Initiative hat exzellente Vorarbeit geleistet. Es ist nicht abwegig, zu glauben, dass sie die künftige Schulleitung, das Kollegium und die Eltern überzeugen kann.

 
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