Kommentar

Feinschliff dringend nötig

Stefan Skolik zum neuen Reglement in der Formel 1 ab 2021

Das nun vorgestellte Formel-1-Regelwerk ab 2021 ist ein guter Ausgangspunkt – mehr aber auch nicht. Schon die ersten Reaktionen in der Szene zeigen, dass es noch viele Diskussionen um einzelne Punkte geben wird und dass dem Reglement noch ein langer Feinschliff bevorsteht.

Ein Knackpunkt dürfte zum Beispiel das technische Reglement sein, das aus Gründen der Kostensenkung viele Einheitskomponenten vorsieht – das passt den großen Teams nicht, sie hätten gerne mehr Freiheiten. Auch im Aerodynamikbereich fordern die Entwickler weniger Einschränkungen.

Das Rennwochenende wurde von vier auf drei Tage verkürzt, die Zahl der Rennen soll von 21 auf 25 steigen: Auf den ersten Blick eine vertretbare Entscheidung – auf den zweiten Blick aber eine viel zu hohe Belastung für die Mitarbeiter der Rennteams, die schon mit rund 20 Saisoneinsätzen und den damit verbundenen langwierigen Anreisen an der Grenze ihrer Belastbarkeit angelangt sind.

Eine Mogelpackung ist auch die Begrenzung der Teametats, die eigentlich den kleinen Rennställen mehr Chancengleichheit verschaffen soll. Doch in den vorgesehenen 157 Millionen Euro Jahresbudget sind die Gehälter der beiden Fahrer, der drei Topverdiener im Team sowie die Ausgaben für Marketing nicht enthalten – also doch kein echter Kostenstopp im PS-Zirkus.

 
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