Kommentar

Film ab!

Archivartikel

 

Warte, bis es dunkel ist", hat der verstorbene Filmkritiker Michael Althen seine im Blessing-Verlag erschienene "Liebeserklärung ans Kino" betitelt. Denn wenn es Nacht und dunkel wird vor der Leinwand, geht auf dieser erst richtig die Sonne auf. Es ist ein merkwürdiger Moment dazwischen, Vorfreude kommt auf, und was zuvor erlebt wurde und einen beschäftigte, hat erst einmal Pause. Man lehnt sich zurück und lässt so manches nach unten sacken. Filmfeste deuten das schon im Namen an. Spannung und Erwartungen werden geweckt und mit etwas Glück auch erfüllt - ein Fest. Dass in der Region also mit dem 13. Festival des deutschen Films ein weiteres Kulturfest seinen Anfang nimmt, ist als Versprechen zu nehmen.

Und nach wetter- und hochwasserbedingten Planänderungen im Vorjahr sollen dieses Jahr auch bestimmt die Freiluftaufführungen stattfinden, die zuvor abgesagt werden mussten - und die eben auch die Dunkelheit voraussetzen. Wir vernachlässigen jetzt mal, dass der deutsche Titel eines amerikanischen Thrillers aus dem Jahr 1967 mit Audrey Hepburn in der Hauptrolle ebenfalls "Warte, bis es dunkel ist" lautete. Denn diesen Film würden viele wohl doch als zu aufregend empfinden. Gespannt auf die kommenden Tage auf der Parkinsel darf man indessen durchaus sein. 

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