Kommentar

Früh am Tiefpunkt

Archivartikel

Stefan Skolik zu den massiven Problemen bei Ferrari

Das Bahrain-Wochenende war für Ferrari auf den ersten Blick eines zum Vergessen. Motordefekt bei Charles Leclerc, Fahrfehler bei Sebastian Vettel – die Miseren der vergangenen Saison scheinen sich bei der Scuderia fortzusetzen, wieder machte Mercedes mit einem Doppelsieg einen großen Schritt nach vorn Richtung WM-Gewinn. Schon früh in der Saison stehen die Italiener an einem Tiefpunkt, den sie irgendwie und vor allem schnell überwinden müssen, wenn es für Vettel im fünften Ferrari-Jahr endlich mit dem Titel klappen soll.

Der Heppenheimer ist verständlicherweise froh, dass in dieser Woche Tests in der Wüste anstehen – schließlich bietet sich direkt die Möglichkeit, Fehler zu suchen und auszumerzen. Schließlich ist auch die Zuverlässigkeit der Schlüssel zum Erfolg.

Der Grand Prix in Sakhir hat Ferrari aber auch viele positive Dinge aufgezeigt: Zum einen wurde klar, dass die Verpflichtung von Leclerc die richtige Entscheidung war. Der Monegasse ist hochtalentiert und schnell, er wird Vettel Druck machen und ihn dadurch noch mehr anspornen. Zum anderen stimmte in Bahrain die Topspeed – auf der Geraden fuhren die Roten den Silbernen davon. Ein Indiz dafür, dass Tiefpunkt und Krise bald erledigt sein können.

 
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