Kommentar

Führerschein muss her!

Archivartikel

Angela Boll setzt auf mehr Prävention an den Grundschulen

Jeder Viertklässler in Mannheim macht eine Fahrradprüfung. Wochenlang lernen die Kinder den Straßenverkehr und seine Regeln kennen. Das ist super, denn längst sind die etwa Zehnjährigen mit ihren Zweirädern in der City unterwegs. Mindestens so viele Viertklässler, die ein eigenes Fahrrad haben, besitzen auch ein Handy. Die meisten von ihnen sogar ein Smartphone, mit dem sie durch wenige Klicks im Internet abtauchen können – ohne Prüfung und leider auch oft ohne ausreichende Aufklärung. Natürlich sind an dieser Stelle zu allererst die Eltern in der Verantwortung. Sie sind ja auch diejenigen, die den Kindern Radfahren beibringen. In der Regel. Aber wir alle kennen die Realität und wissen, weshalb die Fahrradprüfung in der Grundschule eben doch sinnvoll ist, auch wenn die Kleinen schon Radfahren können. Klar ist auch, dass die Entwicklung im Internet noch schneller voranschreitet als auf den Straßen. Deshalb müssen nicht nur Eltern ihre Kinder beim Kennenlernen der virtuellen Welt begleiten, auch die Politik muss endlich aufwachen. Das Thema Internet gehört in die Grundschule. In der dritten Klasse müssen Schüler die Gefahren kennenlernen und etwa einen Internet-Führerschein ablegen. Sie sollen Freude haben dürfen und die Gefahren kennen – so wie im Straßenverkehr.

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