Kommentar

Für den Briefkopf

Christian Rotter zum Erfolg der Adler in der Champions League

 

Es ist mehr als ein Etappenziel, es ist ein Meilenstein. Mit dem erstmaligen Einzug in die K.o.-Runde der Champions Hockey League haben die Mannheimer Adler ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Es war nicht unbedingt zu erwarten, dass sich die Mannschaft von Trainer Sean Simpson in einer Gruppe mit dem schwedischen Meister HV 71 Jönköping so locker durchsetzen würde.

Im bisherigen Saisonverlauf haben die Blau-Weiß-Roten vor allem auf der europäischen Ebene ihr Potenzial gezeigt - im Alltagsgeschäft Deutsche Eishockey Liga ist noch ordentlich Luft nach oben.

Der Erfolg in der Champions League ist einer für den Briefkopf - nicht mehr und nicht weniger. Die Königsklasse ist gerade dabei, sich zu etablieren. Dass sich kein Club mehr in diesen Wettbewerb einkaufen kann, war ein erster wichtiger Schritt, weitere müssen folgen. Es ist eine logische Konsequenz, dass das Preisgeld schrittweise erhöht und der Triumph in der Liga der europäischen Topteams damit lukrativer wird.

Denn eines ist klar: Noch definiert sich das sportliche Abschneiden der Clubs über den Erfolg in der heimischen Liga. Es sagt vieles aus, wenn die Adler zu einem Testspiel-Derby in Frankfurt vor ausverkauftem Haus antreten, bei einer Champions-League-Partie aber viele Plätze in der SAP Arena leer bleiben.

Insofern ist es wichtig, dass mit Mannheim und München gleich zwei deutsche Teams ins Achtelfinale eingezogen sind und Wolfsburg das Trio sogar noch komplett machen kann. Denn eines sehen die Fans gar nicht gerne: das eigene Team als Punktelieferant. Das war zuletzt eher die Regel als die Ausnahme.

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