Kommentar

Gefahrenzone im Blick

Jürgen Berger zur Situation von Eintracht Frankfurt

Die Europa-League-Feiertage sind im Trainingslager von Eintracht Frankfurt in Florida ganz weit weg. Mickrige drei Punkte beträgt der aktuelle Vorsprung der Hessen auf den Relegationsrang in der Fußball-Bundesliga – das ist die unangenehme Wahrheit. In der Rückrunde wird sich zeigen, ob die Talfahrt vor der Winterpause vor allem am immensen Kräfteverschleiß durch die europäische Mehrbelastung lag – oder ob dem Kader durch die zahlreichen Sommer-Wechsel doch die Qualität fehlt.

Eine entscheidende Rolle bei der Problembewältigung spielt Adi Hütter. Der eine große Ruhe ausstrahlende Trainer muss beweisen, dass er in der Lage ist, diese schwierige Situation zu meistern – und das geht nur mit Unterstützung der Vereinsspitze. Deshalb ist das klare Bekenntnis von Sportdirektor Bruno Hübner ein wichtiger Schritt. Nur gemeinsam kann die Eintracht die angepeilte Aufholjagd starten. Dafür braucht es neben körperlicher Erholung und mentaler Frische vor allem die klare Erkenntnis, dass es zunächst nur darum gehen kann, den Abstand auf die Gefahrenzone zu vergrößern.

Eine Schlüsselrolle kommt den Stürmern Bas Dost und André Silva zu. Die beiden Neuzugänge konnten bisher die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Mut macht neben den positiven Trainingseindrücken in den USA auch die Rückkehr von Stammtorhüter Kevin Trapp. Doch auch für ihn gilt: Die Eintracht muss zum Rückrundenstart voll da sein. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich die Lage nach den Duellen mit Hoffenheim und Leipzig schnell zuspitzt.

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