Kommentar

Geld macht glücklich

Archivartikel

Matthias Kros über die Umstrukturierung bei SAP

Durchatmen beim Walldorfer Softwarekonzern SAP. Auch bei der dritten Umstrukturierung seit 2015 haben sich wieder genügend Mitarbeiter gefunden, die das Unternehmen freiwillig verlassen wollen. Der Personalabteilung bleibt damit langwierige Überzeugungsarbeit oder gar eine Aufstockung der Zahlungen erspart.

Bemerkenswert ist dabei vor allem die hohe Akzeptanz der Vorruhestandsregelung. Etwa jeder zweite SAP-Mitarbeiter über 55 Jahren hat zugegriffen, was sich sicherlich mit den guten finanziellen Konditionen erklären lässt. Mancher Mitarbeiter, dessen Rente nicht mehr weit ist, wird sich aber auch überlegt haben, ob er wirklich Lust hat, sich – als Alternative zum Vorruhestand – noch einmal in einen ganz neuen Bereich einzuarbeiten.

Alles in allem scheinen Geschäftsführung und Betriebsrat also einen fairen Weg gefunden zu haben, die fälligen Umstrukturierungen bei dem Softwarekonzern über die Bühne zu bringen. Und mit der parallel abgeschlossenen Beschäftigungssicherung läuft der Prozess künftig auch noch etwas transparenter.

Bei allem Lob darf man allerdings nicht übersehen, dass ohne die üppigen finanziellen Polster der SAP die Umstrukturierung weitaus schwieriger geworden wäre. Die Walldorfer haben den unschlagbaren Vorteil, in der profitablen IT-Branche unterwegs zu sein.

 
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