Kommentar

Gerechter Ausgleich

Archivartikel

Thorsten Langscheid über Miet- und Wohnungspreise

Die Verblüffung über horrende Immobilienpreise im Glücksteinquartier stand manchem Normalverdiener beim Rundgang des Vereins Rhein-Neckar-Industriekultur ins Gesicht geschrieben. Die anschließende Diskussion mit der mehr als berechtigten Forderung nach bezahlbarem Wohnraum zeigt, wie sehr das Thema Wohnen vielen auf den Nägeln brennt.

Am laufenden Gerichtsverfahren um den Mannheimer Mietspiegel (siehe Bericht in dieser Ausgabe) kann man die gegensätzlichen Interessen, die den Wohnungsmarkt bestimmen, ebenso deutlich erkennen: Denn die Frage, wie viel Rendite ein Vermieter mit seinen Immobilien erwirtschaften kann – und auch muss, um Instandhaltungen und Modernisierungen zu finanzieren –, muss eben auch beantwortet werden.

Die gute Nachricht dabei ist: Es gibt in Mannheim trotz teils rasant steigender Mieten immer noch günstige Wohnungen. Und zwar nicht nur von Anbietern wie der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GBG, sondern auch von privaten Kleinvermietern, die erfahrungsgemäß zumeist moderate Preise verlangen. Ein halbwegs gerechter Ausgleich der gegensätzlichen Interessen sollte also weiterhin möglich sein.

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