Kommentar

Gesundheit statt Finanzen

Archivartikel

Rolf Obertreis zur Finanzierung von Start-ups

Auch junge Menschen mit innovativen Geschäftsideen haben es in Corona-Zeiten schwer. Das Geld von Investoren sitzt nicht mehr so locker, selbst wenn sie von einem Vorhaben überzeugt sind, treten sie in diesen Wochen und Monaten auf die Bremse. Einziger Trost: Die Geldgeber haben ihre deutlich geschrumpften Budgets auf mehr Unternehmen verteilt. Die gekappte Summe haben im ersten Halbjahr vor allem Jungunternehmen in Deutschlands immer noch unangefochtener Start-up-Hauptstadt Berlin gespürt, genauso wie die Szene in Baden-Württemberg.

Ein Trend lässt sich in der Corona-Pandemie zweifelsfrei erkennen: Sogenannte FinTechs, digitale Finanzdienstleister, sind weniger gefragt, und auch bei Mobilitätsideen – den Flugtaxi-Entwickler Lilium ausgenommen – schauen Investoren viel genauer hin als früher. Dagegen rücken Start-ups und Innovatoren aus dem Gesundheits- und Medizinbereich verständlicherweise in den Vordergrund. Gefragt waren vor allem Ideen rund um das Thema Digitale Gesundheit – hier kletterten die Summen um mehr als das Vierfache auf fast 90 Millionen Euro. Eine Entwicklung, die sich auch in den kommenden Wochen und Monaten zeigen dürfte. Und die wohl anhalten wird, solange die Corona-Pandemie alles überschattet.

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