Kommentar

Glück gehabt!

Thorsten Langscheid über Tief „Sabine“ und die Folgen für die Stadt

Sturmtief „Sabine“ ist, soweit bekannt, hier recht glimpflich über die Bühne gegangen. Verletzt wurde wohl niemand, und die Schäden halten sich in Grenzen. Manch einer mag sich wegen der vorsorglichen Orkanwarnungen gewundert haben, schließlich gab es schon Stürme mit viel schlimmeren Auswirkungen, die ganz ohne Vorwarnung über die Stadt hereingebrochen sind.

Klar: Für alle, die auf Bus und Bahn angewiesen sind, war der Start in die Woche alles andere als angenehm. Manch einer versuchte es mit dem Taxi, die meisten gingen eben zu Fuß oder blieben, sofern sie es sich leisten konnten, zuhause. Sicher gehört auch einmal ein stürmischer und regnerischer Tag zum allgemeinen Lebensrisiko. Nun war Tief „Sabine“ zumindest im Stadtgebiet recht sanftmütig, so dass der Nahverkehr vielleicht doch hätte fahren können. Deswegen ist man schnell geneigt, zu sagen: „Alles halb so schlimm“.

Aber: Wer hätte es verantworten wollen, wenn doch etwas passiert wäre? Die Entscheidung, Busse und Bahnen zu stoppen und den Eltern freizustellen, ob ihr Kind in die Schule geht oder nicht, war deswegen die richtige. Dass es möglicherweise auch anders gegangen wäre, war vor dem Sturm nicht klar. Und hinterher ist man sowieso immer klüger.

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