Kommentar

Gratulation in die Quadrate

Archivartikel

Stefan M. Dettlinger zum Erfolg des Chors der Musikhochschule

Man mag es kaum glauben, aber wir leben in einem Land der Dichter, Denker und Sänger. Die hohe Qualität nicht nur bei Profichören, sondern vor allem auch im Bereich nichtprofessioneller Ensembles ist frappierend. Hintergrund dafür ist sicherlich der seit Jahren anhaltende Chorboom. In Deutschland wird einfach viel und gut gesungen. Der Deutsche Chorwettbewerb fördert auch dies Jahr für Jahr zutage. Er gibt all den Amateurchören, die sich ja erst einmal qualifizieren müssen, die Möglichkeit eines Leistungsvergleichs.

5000 Menschen sangen in diesem Jahr in Freiburg. Dass gleich zwei Ensembles aus Mannheim ganz oben standen, zeigt, dass Chormusik auch in der Quadratestadt ganz groß geschrieben wird. Dies zum einen. Zum anderen aber auch, dass die sängerische und Chorarbeit an der Mannheimer Musikhochschule exzellent ist. Denn nicht nur der Kammerchor von Chorleitungsprofessor Harald Jers hat, zusammen mit dem Kammerchor Josquin des Préz, einen fulminanten ersten Preis erreicht. Auch das Damenensemble [sy’zan], ebenfalls an der Musikhochschule Mannheim zuhause, hat einen 2. Preis in der Kategorie Vokalensembles gemacht (21,6 Punkte).

Dass Musikstudenten freilich im strengen Sinne keine Laien sind, weil die meisten ja fließend in den Beruf wechseln, soll den Erfolg nicht schmälern. Chapeau!

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