Kommentar

Großes Potenzial

Archivartikel

Jürgen Berger zur Situation der deutschen Basketballer

Das Ticket für die Weltmeisterschaft im September in China hat die deutsche Basketball-Nationalmannschaft schon seit fünf Monaten vorzeitig sicher. Bundestrainer Henrik Rödl hat ein starkes Team zusammen, das unabhängig vom letzten Qualifikationsauftritt gegen Griechenland ein enormes Potenzial für die nächsten Jahre besitzt. Die WM soll der erste internationale Höhepunkt nach einer längeren Durststrecke werden, der große Traum sind die Olympischen Spiele in Tokio.

Der deutsche Basketball-Bund profitiert von seiner stark verbesserten Nachwuchsförderung, die sich nun immer mehr auszahlt. Neben den Spitzenkräften aus der nordamerikanischen Profi-Liga um Dennis Schröder, die aktuell aufgrund der laufenden Saison nicht zur Verfügung stehen, hat Rödl zahlreiche andere Optionen. Anders als früher kann das Nationalteam den Ausfall eines Leistungsträgers wie Paul Zipser kompensieren.

Während in der Vergangenheit die Hauptlast auf den Schultern von Superstar Dirk Nowitzki lag, überzeugt die DBB-Auswahl jetzt als schwer ausrechenbares Kollektiv, das den Blick selbstbewusst nach oben richtet. Anführer der Mannschaft ist eindeutig Schröder, der auf und außerhalb des Platzes gereift ist. Daneben sorgen Daniel Theis und Maxi Kleber für internationale Klasse unter den Körben – und die nächste Generation um Isaac Bonga, Isaiah Hartenstein oder Moritz Wagner steht schon bereit, um bei der Umsetzung der ehrgeizigen Ziele zu helfen.

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