Kommentar

Großes Potenzial

Archivartikel

Jürgen Berger zu den WM-Chancen der DBB-Korbjäger

Die deutschen Basketballer gehen mit hohen Zielen in die WM in China – und das absolut berechtigt. Die Stärke des Kaders zeigt sich schon an der Tatsache, dass Bundestrainer Henrik Rödl mit Moritz Wagner und Isaac Bonga zwei NBA-Spieler streichen konnte. Diesen Luxus hatte keiner seiner Vorgänger. Mit Anführer Dennis Schröder sowie Maxi Kleber, Daniel Theis und Paul Zipser verfügen die DBB-Korbjäger zudem über zielstrebige Profis, die ihren Medaillen-Traum nicht nur selbstbewusst in Angriff nehmen, sondern auch die dazugehörige Arbeitsmoral verinnerlicht haben.

Dieses Team besitzt zweifelsohne das Potenzial, in den kommenden Jahren eine sehr gute Rolle auf der internationalen Bühne zu spielen, zumal durch die gute Nachwuchsförderung weitere Talente auf dem Sprung nach oben sind. Schon bei dieser Weltmeisterschaft zu den beiden besten europäischen Mannschaften zu gehören, die das Ticket für Tokio 2020 lösen, ist allerdings eine Herkulesaufgabe.

Serbien, Spanien, Frankreich, Australien und Griechenland mit NBA-Superstar Giannis Antetokounmpo sind die ersten Herausforderer der USA, die trotz zahlreicher Absagen weiterhin der Topfavorit auf Gold sind. Ausnahmekönner wie Kemba Walker oder Donovan Mitchell sind kaum zu stoppen. Der entscheidende Faktor wird sein, wie schnell die Auswahl von Trainerlegende Gregg Popovich zu einer Einheit zusammenwächst. Gelingt das nicht, könnte der Gigant diesmal tatsächlich ins Wanken geraten.

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