Kommentar

Gut vorbereiten!

Alexander Jungert zu den Bauarbeiten auf der ICE-Trasse

 

Obwohl es bis zur Großbaustelle noch fast drei Jahre dauert, dürften alle Stuttgart-Bahnpendler aus der Region aufgeschreckt sein. 200 Tage lang, mehr als ein halbes Jahr, ist die wichtige ICE-Strecke gesperrt. Die Deutsche Bahn hat lange Zeit, sich vorzubereiten. Diese Zeit muss sie nutzen, um an guten Ersatzfahrplänen zu arbeiten und alle Alternativen für den Fahrgast zu prüfen.

Auch wenn Baustellen für Pendler nervig sind: Es ist notwendig und richtig, dass die Bahn investiert. 2020 wird die Schnelltrasse zwischen Mannheim und Stuttgart fast 30 Jahre alt sein. Gleise und Weichen sind abgenutzt. Wenn die Trasse nach der Sanierung technisch wieder auf dem Stand einer Neubaustrecke ist, nützt das allen: Pendlern, Geschäftsreisenden, Ausflüglern. Ein marodes Schienennetz kann keiner ernsthaft wollen. Vor allem nicht zwischen zwei so bedeutenden Wirtschaftszentren wie Mannheim und Stuttgart.

Es ist sinnvoll, dass die Deutsche Bahn die ICE-Strecke gleich komplett saniert und sperrt. Abschnittsweise über mehrere Phasen hinweg hätten die Bauarbeiten wohl noch länger gedauert. Die jetzige Lösung ist das kleinere Übel. Und die sanierte Hochgeschwindigkeitstrasse dürfte die nächsten 30 Jahre halten. Aber erst muss die Bahn ihre Hausaufgaben machen.

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