Kommentar

Gute Nachricht für alle

Stefan Vetter begrüßt die Verabschiedung des Digitalpakts

Nach einem ebenso langen wie weithin unverständlichen politischen Tauziehen kann der Digitalpakt nun endlich starten. Das ist eine gute Nachricht für alle Lehrer, die ihre Schüler auf die digitale Höhe der Zeit bringen wollen. Und es ist natürlich eine gute Nachricht für alle Schüler, die es viel zu häufig noch mit museumsreifen Computern und trägen Netzverbindungen im Unterricht zu tun haben.

Fünf Milliarden Euro will sich der Bund die digitale Offensive kosten lassen. Allerdings verteilt auf fünf Jahre. Schon dieser Umstand zeigt, dass sich die Lage nicht auf einen Schlag verbessern wird. Und es ist ja auch nicht so, dass die eigentlich für Bildung zuständigen Bundesländer hier kollektiv geschlafen hätten. Manche sind bereits gut vorangekommen, andere kaum. Mit fünf Milliarden Euro allein wäre eine flächendeckende Ausstattung der Klassenzimmer mit WLAN, interaktiven Tafeln und Tablets ohnehin nicht zu stemmen.

Nun beginnen die Mühen der Ebene. Und die fangen bei den Lehrern selbst an. Um mehr digitale Kompetenzen zu vermitteln, müssen sie auch über solche verfügen. Hier liegt offenbar manches im Argen. Einer Untersuchung zufolge sind die Ausgaben für die Schulen langfristig deutlich gestiegen, die Mittel für die Fortbildung der Pädagogen jedoch gesunken. Das muss sich schnell ändern, wenn der Digitalpakt ein Erfolg werden soll.