Kommentar

Gutes Geschäft

Archivartikel

Jürgen Berger zum Wechsel von BVB-Ass Christian Pulisic

Michael Zorc darf sich auf die Schulter klopfen lassen. Dortmunds Sportdirektor hat mit dem Wechsel von Außenstürmer Christian Pulisic einmal mehr ein äußerst lukratives Transfergeschäft für den Bundesliga-Tabellenführer zum Abschluss gebracht, das alle beteiligten Parteien zu Gewinnern macht.

Der BVB bekommt für einen unzufriedenen Profi, der im Kampf um einen Stammplatz von Jadon Sancho, Jacob Bruun Larsen und Raphael Guerrero überholt wurde, satte 64 Millionen Euro in die Kasse gespült und hat durch das direkte Rückleih-Modell mit dem FC Chelsea genügend Zeit, um bis zum Sommer einen passenden Nachfolger zu suchen. Zudem hat Zorc durch diese Lösung sein Wort gehalten, in der Winterpause keinen Profi abzugeben, der im Titelkampf noch eine Rolle spielen kann.

Der hochbegabte US-Nationalspieler Pulisic – um den Chelsea, Liverpool, Tottenham und der FC Bayern München buhlten – erfüllt sich seinen Traum von einem Engagement in der Premier League, woraus der 20-Jährige nie ein Geheimnis gemacht hat. Eine Verlängerung seines 2020 auslaufenden BVB-Vertrages war für ihn keine Option.

Dass Chelsea den Wechsel unbedingt schon im Winter sichern wollte, liegt an der drohenden Transfersperre aufgrund von Verstößen gegen das Financial Fairplay. Das hat Dortmund beim Ablöse-Poker in die Karten gespielt.

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