Kommentar

Hamilton ist zurück

Stefan Skolik zur schnellen Wende im WM-Kampf

Blitzschnell hat sich das Blatt gewendet - der WM-Kampf in der Formel 1 ist wieder völlig offen. Ein bravourös auftrumpfender Lewis Hamilton hat sich einen souveränen Heimsieg gesichert - und damit nervenstark das benötigte Topergebnis geliefert, entgegen allen Unkenrufen. Sebastian Vettel hingegen ist jetzt vom Pech brutal erwischt worden, von dem er lange weitgehend verschont geblieben ist.

Keine Frage: Ferrari hat in England ein Reifendebakel erlebt. Viel zu lässig scheint das Team mit den stark abbauenden Vorderreifen umgegangen zu sein, ging volles Risiko, wollte das Rennen unbedingt ohne neuerlichen Stopp zu Ende fahren. Während Kimi Räikkönen Glück im Unglück hatte, gerade noch rechtzeitig die defekten Pneus wechseln und damit den dritten Rang retten konnte, erwischte es Vettel ohne Vorwarnung mit einem Reifenplatzer. Ein Desaster für die Scuderia, die nun wichtige Ursachenforschung betreiben muss. Eine solche Doppelpanne darf nicht ohne Konsequenzen bleiben.

Demonstration der Stärke

Denn das Momentum ist jetzt wieder auf der Seite von Lewis Hamilton, der mit dem Mercedes-Team eine grandiose Sternstunde erlebte. Auch Teamkollege Valtteri Bottas boxte sich nach einer Strafversetzung von Platz neun auf zwei nach vorne - allein das demonstriert schon die eindrucksvolle Stärke von Mercedes. Der Kurs von Silverstone scheint dem Team auf den Leib geschneidert zu sein. Als nächstes kommt nun das Rennen in Ungarn - und auch hier gilt Vorjahressieger Hamilton als Favorit.

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