Kommentar

Hessen in Gefahr

Alexander Müller zur Transferpolitik bei Eintracht Frankfurt

Die Rückrunden-Tabelle der Fußball-Bundesliga ist in der Regel ein verlässlicher Indikator, welcher Club in der nächsten Saison in akute Abstiegsgefahr geraten könnte. Für alle, die es mit Eintracht Frankfurt halten, sind das keine guten Nachrichten: Mit kümmerlichen 13 Punkten landeten die Hessen in dieser Wertung 2017 auf dem letzten Platz.

Die Verantwortlichen bei der Eintracht wissen um die Gefahr. Mit Leihspieler Jesus Vallejo (zurück zu Real Madrid), der nach Schalke transferierten Identifikationsfigur Bastian Oczipka und dem Langzeitverletzten Omar Mascarell fehlen dem Pokalfinalisten zudem drei Stützen der Vorsaison, die beiden starken Aufsteiger Stuttgart und Hannover gehören garantiert nicht in die Kategorie Punktelieferant. Die Frankfurter müssen deshalb Geld in die Hand nehmen, wenn sie sich zumindest wieder im Mittelfeld des Klassements stabilisieren wollen.

Neuzugänge wie Sebastien Haller (Sturm), Jonathan de Guzman (Mittelfeld) und Jetro Williams (Abwehr) lesen sich dabei zumindest auf dem Papier sehr vernünftig. Aber während andere Vereine auf Augenhöhe wie Köln oder Freiburg auf ein gewachsenes Fundament setzen können, steht bei der Eintracht erneut ein vergleichsweise großer Umbau an - der für gewöhnlich nicht ohne Reibungsverluste über die Bühne geht. Es dürfte eine komplizierte Saison werden.