Kommentar

Hier hui, dort pfui

Roger Scholl zum Planken-Umbau und der Sauberkeit

 

Alle Achtung, muss man sagen: Nach dem eher von Pleiten, Pech und Pannen begleiteten Start der Umbauarbeiten an Mannheims Einkaufsmeile Nummer eins, nach dem Kommunikationsdesaster, das den Eindruck erweckt hatte, auf den Planken gebe es allenfalls kleine Abschnitte und nicht – für jeden offensichtlich – eine einzige, riesige Baustelle, haben die Bauherren das Ruder herumgerissen und aus den anfänglichen Fehlern gelernt. Man hat den eng getakteten Zeitplan nicht nur aufgeholt, die Arbeiten sind sozusagen ihrer Zeit voraus. Und auch die Kommunikation mit den Bürgern, mit den Anliegern und der Geschäftswelt hat sich deutlich verbessert. All das bietet Anlass zur Hoffnung, dass die „neuen Planken“ wie geplant Anfang April kommenden Jahres eröffnet werden können. Hier heißt es eindeutig „hui“!

Auf der anderen Seite muss man nur hinschauen, um die Defizite bei der Sauberkeit offenzulegen. Sicher, eine Baustelle ist nur schwer sauberzuhalten, und zwischen Baumaschinen, Lastern und Material-Depots schmeißen Dreckfinken nur allzu gern ihren Unrat weg. Doch es sollten sich allmählich Reinigungsroutinen eingespielt haben, die wirksam Abhilfe schaffen und den fortgesetzten Klagen der Bürger und Anlieger gerecht werden, sonst droht eine Situation wie weiland auf der Breiten Straße. Selbst das beste Pflaster reinigt sich leider nicht selbst. Hier heißt es ebenso eindeutig „pfui“!

Zum guten Ende soll auch ein Wort über die „Quadrate-Bepflasterung“ verloren werden: Schön, dass die Stadt davon nicht abgerückt ist. Wer bei P 2 auf den Boden unter seinen Füßen schaut, der sieht: Die lange vermissten Orientierungs-Pflaster kommen nun doch, sie sehen gut aus, und sie werden ihre Wirkung nicht verfehlen.

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