Kommentar

Hilfe für Verbraucher

Timo Schmidhuber über die Auszeichnung von Waren

Beim Begriff „Lebensmittelüberwachung“ denkt man sofort an verdreckte Küchen und verdorbene Lebensmittel – und an die Mitarbeiter der Kommunen, die Verbraucher vor diesen unhygienischen Zuständen schützen und gegen solche Gastronomen vorgehen. Doch die Lebensmittelüberwachung hat noch eine weitere Aufgabe. Die wird in Zeiten immer wichtiger, in denen viele Menschen glücklicherweise darauf aus sind, möglichst nachhaltig zu handeln und einzukaufen.

Die Kontrolleure überprüfen nämlich auch, dass Waren richtig deklariert sind – und dass hinter der Bezeichnung „regional“ auch wirklich regionale Ware steht und „bio“ auch wirklich „bio“ ist. Im vergangenen Jahr zum Beispiel hatte die schlechte Apfelernte in Deutschland manche Händler dazu bewogen, ausländische Ware als regional zu deklarieren und für einen entsprechend höheren Preis zu verkaufen. Bei 31 Kontrollen gab es zwar nur drei solche Fälle. Trotzdem ist es wichtig, hier den Druck hochzuhalten.

Für Verbraucher ist es heutzutage nicht einfach, unter den vielen Angeboten den Überblick zu behalten, das gilt nicht nur für Lebensmittel, sondern auch für die Herkunft von Kleidung oder Spielzeug. Umso wichtiger ist, dass derjenige, der sich informiert, den Nachweisen auch vertrauen kann. Verstöße hier sind zwar nicht eklig und gefährlich, aber höchst ärgerlich.

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