Kommentar

Hoffnungen zerschlagen

Joana Rettig fordert schnelle Lösungen für die Tourismusbranche

Ein Blick nach Malle – und es kommen die Erinnerungen an März dieses Jahres. Einen neuen Lockdown will keiner. Doch es passiert: Seit Freitag ist ein Viertel in Palma wegen zu vieler Corona-Infektionen abgeriegelt. Am Wochenende kam ans Licht, dass wegen einer EDV-Panne viel zu wenige Corona-Fälle gemeldet wurden. Für die Tourismusbranche ist das ein herber Rückschlag. Ihre Hoffnungen, im Herbst ein bisschen was von den Verlusten aus Frühjahr und Sommer einzuholen – zerstört.

Die Balearen sind eine Region, die zum Großteil davon lebt, dass viele Menschen zusammenkommen. Daran ist aber momentan nicht zu denken. Das muss jedem klar sein. Hotelbetreiber, Clubbesitzerinnen, Händler, Animateurinnen und wer auch sonst noch auf den Tourismus angewiesen ist – sie sind zu Recht verängstigt.

Die Hoffnung ruht nun auf Madrid: Offenbar arbeitet man mit Deutschland, Großbritannien und skandinavischen Ländern an Lösungen. Sicherheitskorridore sind im Gespräch. Wie die aussehen sollen, das weiß keiner. Aber klar ist: Nicht nur die spanischen Anbieter leiden unter Corona. Auch in Deutschland sind Reisebüros, Fluggesellschaften, Veranstalter und Kulturschaffende betroffen. Es müssen sichere Konzepte erarbeitet werden, damit die Branche nicht noch tiefer in den Abgrund fällt – und zwar schnell.

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