Kommentar

Hoher Nachholbedarf

Bertram Bähr zur Situation des Schwimmunterrichts

Das Kultusministerium möchte es ganz genau wissen: Es untersucht zurzeit flächendeckend im gesamten Land, wie gut Kinder am Ende der Grundschule schwimmen können, wie es um die Qualifikation der Lehrkräfte und die Rahmenbedingungen des Unterrichts bestellt ist. Das Ergebnis für Mannheim wird vermutlich gemischt ausfallen. Zwar können hier während der Grundschulzeit alle Drittklässler die Hallenbäder besuchen. Aber für den Unterricht in ersten, zweiten oder vierten Klassen reichen die Kapazitäten schon nicht mehr. Daran wird sich auch mit der Neuordnung der Bäderlandschaft nichts ändern – weder im Positiven noch im Negativen.

Umso wichtiger ist es, dass die verbleibende – kurze – Zeit im Wasser reicht, um den Kindern das Schwimmen beizubringen. Immer mehr Schulen setzen dabei auf die Unterstützung durch das Projekt Schwimmfix. Es ermöglicht einen differenzierten Unterricht, indem es Schüler ohne Kenntnisse unter seine Fittiche nimmt. Das hilft nachweislich, die schwimmerischen Fähigkeiten von Kindern zu steigern. Noch besser wäre es, wenn alle Eltern ihren Nachwuchs frühzeitig ans Wasser gewöhnen wurden. Da besteht leider noch hoher Nachholbedarf.

 
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