Kommentar

Investition in Köpfe

Archivartikel

Michael Schwarz zur Bilanz bei der Ausbildung

Die Wirtschaft – auch im Südwesten – steuert in Zeiten von Handelskriegen, Brexit und Technologie-Transformationen auf unruhige Zeiten zu. Auf dem baden-württembergischen Ausbildungsmarkt ist davon aber noch nichts zu spüren. Das ist zunächst einmal ein gutes Zeichen, denn es zeigt, dass die Unternehmen nicht in Hektik verfallen, sondern weiter in die Köpfe der Zukunft investieren. Zudem können die Herausforderungen – gerade im Mobilitätssektor – ohne junge und technik-affine Fachkräfte kaum gemeistert werden. Schließlich wird die Qualität der Mitarbeiter in den Firmen entscheidend dafür sein, wer sich in Zeiten des Umbruchs an der Spitze behauptet. Was wie eine Binsenweisheit klingt, ist für die exportorientierten Kernindustrien im Südwesten von zentraler Bedeutung.

Probleme gibt es hingegen bei der Besetzung vieler Ausbildungsstellen. Vor allem kann es sich die Wirtschaft nicht länger leisten, gerade in Technik und Naturwissenschaften weiter auf die Kompetenz von Frauen zu verzichten, die es nicht gerade in diese Berufe zieht. Hier darf das Bemühen nicht nachlassen, verstärkt Schülerinnen anzusprechen. Unternehmen und Schulen müssen versuchen, deren Technikbegeisterung zu wecken – und Karrieremöglichkeiten aufzuzeigen.