Kommentar

Kommentar Konstantin Groß zum Umbau des Rheinauer Marktplatzes

Jetzt geht‘s los!

Es gibt eine beliebte Berliner Moritat, die von einer Baustelle handelt, auf der es einfach nicht vorangeht, weil es ständig zu Verzögerungen kommt. Doch nach jedem Mal sagt der Zuständige mit voller Inbrunst: „Awer nu fang wa jleich an.“ Daran dürfte sich erinnert fühlen, wer die Ankündigungen für den Start der Umgestaltung des Rheinauer Marktplatzes verfolgt hat.

Doch nun geht es wirklich los. Und das ist ein Grund zur Freude. Denn alles was kommt, kann nur besser werden als der jetzige Zu-stand. Wie sich die Reduzierung der Stellplätze auswirkt, wird man sehen. Doch ob – wie künftig – 51 oder 60 oder 70 Stellplätze zur Verfügung stehen, das ist für die Parkplatznot nicht entscheidend.

Allerdings zeigt sich daran ein Manko des Beteiligungsprozesses: Geprägt war er vor allem von jenen, die hier nicht wohnen. Die Anlieger wurden zwar angehört, aus ihrer Sicht jedoch nicht berücksichtigt. Auf der anderen Seite ist aber auch richtig, dass der Marktplatz aufgrund seiner Bedeutung für den Stadtteil eben nicht nur die Anwohner angeht.

Dass nunmehr 2,8 Millionen investiert werden, ist in Zeiten wie diesen keine Selbstverständlichkeit. Mag sein, dass Dankbarkeit nicht das Gefühl ist, das sich nun einstellen sollte. Denn die 2,8 Millionen zahlen weder die Planer noch die Politiker aus ihrer eigenen Tasche. Doch Anerkennung dafür, dass die Stadt etwas tut, die ist durchaus angemessen. Mit dem vollzogenen Umbau am Rheinau-Bahnhof und der Planung am Karlsplatz kommt der Vorort ein gehöriges Stück voran. Wenn es dann auch noch eine Lösung beim Relaishaus gäbe. . .

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