Kommentar

Keine Spielerei

Peter W. Ragge zum Drohneneinsatz im Rettungsdienst

Es klingt nett, nach einem Hobby, nach einer Spielerei – aber das ist es nicht. Schon 2017 hat das Bundesinnenministerium daher entschieden, Drohnen zum Standardeinsatzmittel im Katastrophenschutz machen. Gut, wenn sie jetzt auch in Mannheim zur Verfügung stehen.

Viele Lösch- und Rettungsmittel sind in den letzten Jahren – nach langer Zeit des Stillstands – modernisiert, zum Beispiel feinste Messtechniken bei Umweltgefahren eingeführt worden. Zudem rücken Feuerwehrleute heute auch nicht mehr, wie noch bis weit in die 1980er Jahre, im Uniformjackett mit Silber glänzenden Knöpfen zu Bränden und Unfällen aus, sondern in moderner Schutzkleidung.

Nun gehört eben auch die neue Drohnentechnologie dazu, dass sich Einsatzkräfte schneller und risikoärmer einen Überblick verschaffen, aus der Luft suchen und retten können. Mittelfristig werden Technik und Digitalisierung sicher noch mehr Chancen eröffnen, um Menschen besser helfen und Helfer besser schützen zu können – Roboter etwa.

Bemerkenswert ist indes, dass in Mannheim nun Ehrenamtliche vorgeprescht sind. Die Feuerwehr sollte schnell nachziehen. Dann muss man gemeinsam Standards definieren, wann die Geräte wie und wo eingesetzt und wie sie gegen Dritte geschützt werden, damit etwa die Flugfunkfrequenzen der Geräte nicht gehackt werden können.

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