Kommentar

Kinderbetreuung in der DDR besser

Die Situation der Kinderbetreuung in Mannheim ist mehr als traurig. Seit Jahren werden die Bürger mit Ausreden der zuständigen Politiker konfrontiert und mit Versprechungen vertröstet. Nun teilt Mannheims neuer Schulbürgermeister Dirk Grunert mit, es liege nicht am fehlenden Geld, sondern an den nicht vorhanden Grundstücken, auf die man Kindergärten bauen könnte.

Insbesondere in der Gartenstadt, wo meine Tochter händeringend nach einem Kindergartenplatz für meine Enkelin sucht, und voraussichtlich keine Anschlussunterbringung an die Krippe finden wird, leuchtet mir das überhaupt nicht ein. Da wurde am Weidenbergel ein Neubaugebiet erschlossen, bei dem die Stadt das Vergaberecht der Grundstücke hatte und wo sich viele junge Familien ansiedelten.

Ein Komplettversagen

Warum wurde dort kein Kindergarten geplant? Warum wurde im Glücksteinquartier auf dem Lindenhof kein Kindergarten geplant? Für mich ist das ein Komplettversagen der zuständigen Stellen in der Verwaltung und im Gemeinderat. Das viel gepriesene MEKI-System, mit dem der Mangel verwaltet wird, ist wohl auch eher dazu geeignet, die Suchenden zu verwirren, als wirklich einen Betreuungsplatz zu vermitteln. Da gibt es Ausnahmen und Bonuspunkte und die freien Träger machen nur zum Teil mit oder haben noch eigene einschränkende Regeln, so zumindest unsere Erfahrungen. Einfach traurig. Das konnte die DDR besser!

Rainer Ringelstein, Mannheim

Originalartikel unter http://bit.ly/2PY8mIu