Kommentar

Klare Ansage

Archivartikel

Egal, ob es um einen Bahntunnel in Schwetzingen oder einen in Mannheim geht – die Entscheidung liegt beim Bundestag, der die Milliarden für solche Verkehrsprojekte bewilligen muss. Bis es soweit ist, dürfte es noch ein langer Weg sein. Das Positionspapier, das der Planungsausschuss der Metropolregion jetzt nahezu einstimmig beschlossen hat, war aber ein wichtiger Schritt dabei. Denn wie es der CDU-Fraktionschef der Verbandsversammlung, der Bad Dürkheimer Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld, treffend formuliert hat: Eine einheitliche Position der Region ist die Grundlage für eine Umsetzung.

Die teils unterschiedlichen Interessen der Kommunen und Kreise auf einen Nenner zu bringen, hat wohl einiges an Abstimmung gekostet, wie zu hören war. Jetzt allerdings hat das politisch legitimierte Gremium der Region einen klaren Forderungskatalog darüber aufgestellt, was Bund und Bahn bei ihren Planungen der Schieneninfrastruktur beachten müssen – bei der ICE-Neubaustrecke Mannheim-Frankfurt genauso wie beim Zugverkehr in Mannheim und südlich davon. Es sind Forderungen, die den künftig steigenden Zugzahlen genauso gerecht werden sollen wie dem Lärmschutz für die Anwohner.

Im südbadischen Offenburg soll von 2025 an ein Güterzugtunnel entstehen, der Bundestag hatte die Finanzierung des Milliardenprojekts 2016 bewilligt. Auch dieser Entscheidung war ein großer Schulterschluss der dortigen Region vorausgegangen.

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