Kommentar

Kommentar Christine Maisch zu Tierschutz im eigenen Garten

Kleine Aktion, große Hilfe

Archivartikel

Gartenfreunde schätzen ihn, weil er mit Vorliebe Schnecken vertilgt. Doch seinen Hauptjob verrichtet er, wenn die meisten Menschen schlafen. Und so gerät der Igel leicht in Vergessenheit. Umso löblicher, dass sich in Mannheim eine immerhin knapp 30-köpfige Gruppe von Privatleuten zu einer Initiative zusammengeschlossen hat, die sich für den Schutz des stacheligen Säugetiers einsetzt. Eine Arbeit, die seit Jahren vom Naturschutzbund Deutschland unterstützt wird.

Die Gründerin der Aktion „Igel- und Naturfreunde der Neckarpromenade“ päppelt mutterlose oder verletzte Fundtiere auf eigene Kosten wieder auf, organisiert Infoabende, verteilt Prospekte und Accessoires rund um den Vierbeiner. Erlöse landen ohne Abzüge in der Futter- und Tierarztkasse. Nachbarn stellen ihre umzäunten Wiesen zur Verfügung, damit sich die gerade genesenen Patienten in einer geschützten Umgebung langsam an das Leben in freier Wildbahn gewöhnen können.

Sinnvoller Beitrag

Ein Engagement, das aller Ehren wert ist – aber sicher längst nicht jeder Tierfreund leisten kann oder will. Und natürlich ist jeder Hobby-Gärtner froh, wenn es zwischen Büschen und Beeten aufgeräumt aussieht.

Dennoch: Ein Haufen samt dem letzten Herbstschnitt in einer Ecke des Gartens, ein großer schräg gestellter Blumentopf, gefüllt mit Laub und mit ein paar Zweigen abgedeckt – das ist kein großer Aufwand, aber für so manchen Igel eine wichtige Hilfe beim Überwintern. Kurzum: Ein kleiner, aber sinnvoller Beitrag im Sinne des Tierschutzes, den jeder Gartenbesitzer leisten kann.

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