Kommentar

Klopps Kampfansage

Jürgen Berger zum Saisonstart in der Premier League

Die Erwartungshaltung an Jürgen Klopp ist durch das Erreichen des Champions-League-Finales nochmals gestiegen. An der Liverpooler Anfield Road soll endlich der erste Premier-League-Titel seit 28 Jahren eingefahren werden. Dafür hat der Club vor dieser Saison stattliche 180 Millionen Euro in Neuzugänge investiert – mehr als jeder andere Konkurrent auf der Insel.

Es ist in erster Linie eine Kampfansage an Pep Guardiolas Manchester City, die Übermannschaft der vergangenen Runde. Jose Mourinho plagen dagegen dicke Sorgenfalten. Der Startrainer ist vor dem Rundenstart Englands größter Grantler. Natürlich gehört das ständige Nörgeln am eigenen Kader zur PR-Taktik des Portugiesen, doch mit Blick auf das Aufrüsten der Rivalen ist der Vizemeister in der Tat etwas ins Hintertreffen geraten.

Ganz anders Klopp. Allein 62,5 Millionen Euro flossen nach Rom für den brasilianischen WM-Torhüter Alisson, der die größte Schwäche der Reds beheben soll.

Seit 2015 arbeitet der deutsche Coach nun in der Beatles-Stadt. Drei Mal war der Schwabe in Pokalwettbewerben ganz nah dran an einem Titel – drei Mal zog er den Kürzeren. In der Liga war Platz vier bisher das Maximum.

Um das zu ändern, muss Klopps Team vor allem konstanter werden und darf in den Duellen mit Teams aus dem Mittelfeld und Keller der Tabelle nicht wieder leichtfertig Punkte liegenlassen. Gelingt das, dann hat Liverpool im schwierigsten Meisterschaftsrennen Europas auf jeden Fall gute Karten auf eine Top-drei-Platzierung. Der Titel wäre für Klopp die absolute Krönung seiner Trainerkarriere.

Zum Thema