Kommentar

Kontrollen in der Breite nötig

Tut die Stadt zu wenig gegen Falschparker auf Radwegen oder vor Schulen? Über diese Frage, das kann ein Jeder in privater Runde erproben, lässt sich leidenschaftlich diskutieren. Die Meinungen fallen völlig unterschiedlich aus – je nachdem, wo und wie man sich bewegt. Auch eine umfassende Datenanalyse hat nun nicht die erhoffte Klarheit gebracht. Aber gezeigt, dass das Ordnungsamt die mit Abstand meisten Bußgelder vor Parkscheinautomaten und auf Anwohnerplätzen verhängt. Und das in zwei Oststadt-Straßen vor seiner Tür sowie in den Quadraten. Das beweist nicht, dass sonstige Orte oder Delikte vernachlässigt werden. Doch in diesem Eindruck kann sich jetzt bestätigt fühlen, wer sich an anderen Stellen über Falschparker ärgert.

Das Ordnungsamt muss dem entgegenwirken, indem es auch hin und wieder deutlich sichtbar in entlegeneren Bereichen kontrolliert – auch wenn dort das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag geringer ist. Aber die Verantwortlichen betonen ja immer wieder, dass es vorrangig nicht um die Einnahmen gehe, sondern um die Verkehrssicherheit.

Vor Schulen und Kindergärten wiederum haben Kontrollen des Ordnungsamts bereits gezeigt, wer vor allem Geh- und Fahrradwege zuparkt: Väter und Mütter in Eile. Hier wäre etwas mehr sozialer Druck hilfreich. Ein prima Thema für Elternabende!

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