Kommentar

Langer Atem nötig

Anke Philipp über die Versammlung für Jugendliche

Schöne Schulhöfe, mehr Platz in den Straßenbahnen, saubere Straßen und Plätze, sichere Wege: Die Wünsche von Kinder und Jugendlichen ähneln sich seit Jahren und werden auch in anderen Stadtteilen immer wieder vorgetragen – den 68DEINS!-Veranstaltungen sei dank. Was der Nachwuchs allerdings dabei auch lernt: Änderungen stellen sich so schnell nicht zu ein – auch wenn Politiker anderes versprechen. Es fehlt an Geld oder am politischen Willen. Dazu mahlen in unserer Demokratie die Mühlen eben oft recht langsam: Da müssen Sachverhalte geklärt, Gegner überzeugt, Mehrheiten organisiert werden. Und am Ende kann die Entscheidung im Parlament noch anders als erwünscht ausfallen. Der Weg ist mitunter weit, ein langer Atem nötig.

Dann aber lassen sich auch Erfolge erzielen – wie jetzt beim Jugendtreff Neuhermsheim, wo eine Elterninitiative seit Jahren Druck macht. Oder der Bolzplatz in der östlichen Unterstadt, der ebenfalls nur auf Drängen der Bürger zustande kam. Wer etwas erreichen möchte, sollte an der Sache dranbleiben und sein Anliegen strikt verfolgen. Vor allem das müssen die Jugendlichen lernen.

 
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