Kommentar

Laut, schnell, preisgünstig

Stefan Skolik zur künftigen Entwicklung der DTM

 

Die DTM hat sich aufgemacht, einen schwierigen Weg erfolgreich hinter sich zu bringen. Ab 2019 ist Mercedes nicht mehr dabei - das reißt eine große Popularitätslücke in die Rennserie, die ohnehin schon mit Zuschauerverlusten zu kämpfen hatte. Ein "Weiter so" konnte es deshalb nicht geben, die DTM musste sich in vielfacher Hinsicht neu aufstellen und attraktiver werden.

Das Saisonfinale auf dem Hockenheimring lässt schon ein wenig erahnen, wie es künftig im Unterhaltungsbereich bei den Rennen zugehen könnte: Noch mehr Show für die Fans, noch mehr Spektakel, und die Nähe der Teams zu den Zuschauern bleibt - zu erschwinglichen Preisen.

Medial hat sich die DTM in den vergangenen Jahren ohnehin stark entwickelt. Sie ist nicht nur digital auf allen Kanälen vertreten, hat im Fernsehen eine große (wenn auch ausbaufähige) Präsenz und betreibt dazu noch eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit. Dies zeigt etwa das Beispiel Walldorf, wo auf der Kartbahn unter der Schirmherrschaft von Susie Wolff rund 100 Mädchen bei einer Fun-Veranstaltung für den Motorsport und die DTM begeistert werden sollen.

Auch sportlich beschreitet die DTM ab 2019 neue Wege, mit einem vereinfachten sportlichen Reglement, dem "Class A", soll der Tourenwagensport günstiger werden. Das soll Anreize für neue Hersteller schaffen, in die Serie einzusteigen - man darf gespannt sein, ob es gelingen wird.

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